Tour 11   Pingenwanderweg - Verborgenen Schätzen auf der Spur!

Distanz: 10,9 km Gehzeit: 3 Std. 15 Minuten

Steigung: 299 m Gefälle: 299 m

Parken: Kall „Im Sträßchen“ Ost 6° 33,431´ Nord 50° 32,507´

ÖPNV: DB bis Kall Bahnhof

Zielgruppe: mittelschwere Tour besonders für Familien mit Kindern, Bergbau- und Geologiefreunde und Genusswanderer

Eine ganz besondere Tour erschließt der Pingenwanderweg rund um Kall! Neben der faszinierenden Natur der Nordeifel bekommen wir auf dem knapp 11 km langen Rundweg hautnahe Einblicke in die Welt der Bergmänner. Schon die Namensgebung des Wanderwegs zeigt die Verbundenheit mit der Montangeschichte, denn Pinge ist das alte Wort für Erzabbaustätte. Heute sind die Relikte der erzreichen Zeiten oft tief im Wald verborgen. Doch der Pingenwanderweg führt uns abwechslungsreich

und spannend mitten hinein, in die geheimnisvolle Welt der Erzgewinnung! Los geht es mitten im Zentrum von Kall. 

Das markante Bergmannslogo führt uns zuverlässig aus dem Ortskern und kaum haben wir die L 204 gequert, erwarten uns die ersten Felsen. Doch statt glitzerndem Erz begrüßen uns tiefrot leuchtende Sandsteinfelsen und ein großartiger Ausblick auf Kall. Die Felsen weisen feine Schichtungen und grobe Konglomerathorizonte auf, die nicht nur die Experten begeistern. Kurzweilig folgen wir dem Pfad abwärts zur nächsten geologisch-kulturellen Attraktion. Direkt an der L 204 zieht ein uralter Steinbruch im Sandstein, den bereits die Römer nutzten, unsere Aufmerksamkeit auf sich. Erz gibt es allerdings hier längst nicht mehr zu gewinnen!

Wir queren die Straße und lassen die letzten Ausläufer von Kall hinter uns. Nun wandern wir durch das Fahrenbachtal bergan und genießen die herrliche Stille des Waldes. Urige Pfade und weiche Wege führen uns aufwärts, unterwegs treffen wir wieder auf einige der insgesamt 21 Tafeln, die Interessantes aus der Bergbauvergangenheit erzählen.

Wir erklimmen den Kamm und treffen an einem breiten Forstweg auf den Eifelsteig, der uns nun streckenweise bis Golbach begleiten wird. Doch im Gegensatz zum Eifelsteig führt uns der Pingenwanderweg im Folgenden immer wieder unmittelbar zu den alten Eisenerz- und Bleierzgruben. Im Wald erkennen wir die alten Pingen deutlich und sind froh, dass wir heute hier einfach nur Wandern und die Natur genießen dürfen. Denn obwohl das Erz hier im Tagebau gewonnen wurde, war es eine elende Schufterei das schwere Gestein zu brechen und abzutransportieren.

Nachdem wir auch das eindrucksvolle, mit unzähligen Pingen übers.hte Grubenfeld Stahlberg passiert haben, verlassen wir den Wald. Wir steigen nach Golbach ab und durchqueren den Ort. Dann trennen wir uns endgültig vom Eifelsteig und wandern weiter zum Grubenfeld Concordia, von dem allerdings heute nur noch wenig auszumachen ist. Nun erwartet uns ein toller Pfadaufstieg, gesäumt von üppigen Heidelbeerbüschen und Erika. Mitten in diesem fast südländischen Paradies am Loshardt lädt uns eine Bank zum Verweilen ein. Ausgeruht erklimmen wir die Höhe und tauchen wieder in den Mischwald ab. Wenig später senkt sich der Pfad in Serpentinen ab und bringt uns zurück nach Kall. Vorbei am Berufskolleg Eifel folgen wir der Markierung und beenden im Zentrum von Kall diese tolle hemenwanderung.

Einkehr:

Entlang der Tour befinden sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Informationen:
Verkehrsamt Kall · Bahnhofstr. 9 · 53925 Kall, Tel. 02441/888-53 >> www.kall.de und
Nationalpark-Infopunkt im Bahnhof Kall · Bahnhofstr. 13 · 53925 Kall


Wichtige Wegpunkte:

1: Kall

2: Römischer Steinbruch

3: Rastplatz am Fahrenbach

4: Anschluss Eifelsteig

5: Tagebau Erzgrube

6: Golbach

7: Bank an der Loshardt

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© Gerd Schmitt 2016